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Die Ostsee-Zeitung schrieb:

Unter Tage mit Max, dem Grubenpferd

Stralsund: "Grubenpferd Max hat es geschafft" hieß es kürzlich im Bielefelder Lokalteil der "Neuen Westfälischen". Gemeint ist ein Kinderbuch von Harald Freiholz, dessen Druck schließlich mit Hilfe von Spenden ermöglicht wurde. Näheres über die Geschichte erfuhr OZ von dem Autoren, einem gebürtigen Stralsunder.

Harald Freiholz kam 1933 in der Sundstadt zur Welt. Er ging auf Rügen zur Schule, arbeitete dann als Pferdeknecht auf einem Gutshof auf der Insel und erlernte auf der Stralsunder Werft den Tischlerberuf. Dann aber wurde er Bergmann im Essener Steinkohlebergbau, arbeitete sieben Jahre lang unter Tage, ehe es ihn wieder zurück nach Stralsund verschlug.

Sicher kennen ihn noch viele Stralsunder von seiner zehnjährigen Tätigkeit als Busfahrer und Einsatzleiter oder der anschließenden Zeit als Lagerleiter auf der Volkswerft, wo er bis zur Rente tätig war. Inzwischen ist er seinen Kindern nachgezogen, die in den alten Bundesländern Arbeit bekamen.

Die Zeit im Bergwerk hat Harald Freiholz nie losgelassen. Darüber schrieb der Autodidakt zunächst das Buch "Unter Tage stirbst du dreimal", in dem er seine Erlebnisse verarbeitete. Erinnerungen an die schweren Jahre in der Zeche im Ruhrpott sind auch in dem Kinderbuch "Max, das Grubenpferd" festgehalten. Es handelt von der Freundschaft zwischen Bergmann Kurt und dem Grubenpferd Max. Beide müssen jeden Tag in der Tiefe hart arbeiten. Ihr Schicksal schweißt sie zusammen.

Die Geschichte ist traurig und schön zugleich, gefühlvoll und packend. Das bewog auch die pensionierte Lehrerin und Schriftstellerin Ursula Rhode‑Jüchtern, sich für den Druck des Buches einzusetzen und Spenden zu sammeln, "Das Manuskript war zwar schon lange fertig, doch die Veröffentlichung musste warten. Es war einfach zu teuer", so der 71‑jährige Autor. Er hatte seine Ersparnisse bereits für das erste Buch ausgegeben.

Nach zahlreichen Spenden von Privatleuten und einem Zuschuss von der Arbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung konnte das Buch gedruckt werden. Harald Freiholz ist glücklich darüber.  "Es wäre schade, wenn es nicht geklappt hätte", meint er. Dabei ginge es ihm nicht um Geld und Ruhm, "sondern ich wollte die Erlebnisse aufbewahren und dafür sorgen, dass auch Kinder und Jugendliche etwas über die schweren Zeiten von Mensch und Tier unter Tage erfahren`.

Der Autor hofft, dass vielleicht Stralsunder oder Rügener Buchhandlungen das Kinderbüchlein in ihr Sortiment aufnehmen. Wer Interesse an "Max, dem Grubenpferd" hat, erfährt Näheres dazu bei Harald Freiholz unter der Rufnummer 0521/8 00 9189.

 

E. G.

 

 Grubenpferd Max hat es geschafft, Spenden ermöglichen den Druck des Kinderbuches

 

Eine ungewöhnliche Freundschaft verbindet den Bergmann Kurt unddas Grubenpferd Max. Sie stehtim Mittelpunkt des Buches „Max dasGrubenpferd“, das der ehemalige Bergmann Harald Freiholz (71) geschrieben hat. Der Autor las jetzt in der Stadtbibliothek  Dornberg aus seinem gerade erschienenem Buch.

Das Manuskript des zweiten Buches von Freiholz ist schon länger fertig(die NW  berich­tete). Die Veröffentlichung musste auf sich warten. "Es war einfach zu teuer“, berichtet der Autor.

Seine Ersparnisse hatte der in Stralsund geborene Rentner bereits für sein erstes Buch "Glückauf‑ Untertage stirbst du dreimal"  ausgegeben.

Die Schriftstellerin  und Lekto­rin Ursula Rhode‑Jüchtern (82) wurde durch einen Artikels in der NW auf die Veröffentlichungspläne von Freiholz auf­merksam. Kurzerhand besorgte sie sich das Manuskript und war  sofort begeistert. “Wir eröffne­ten ein Spendenkonto und war­teten, ob jemand Geld einzahlt“, erzähltdie Rentnerin.

Die Geschichte des Buches das in der zeit vor dem Ersten Weltkrieg spielt, handelt von dem Grubenpferd Max, das zu klein ist, um auf dem Hof seines Besitzers mitzuhelfen. Es wird verkauft. Die Hilfe des kleinwüchsigen Hengstes benötigen dagegen Bergleute, die Pferde für den Transport von Kohlewa­gen einsetzen. So muss auch Max unter Tage arbeite, und lernt dort den Bergmann Kurt kennen. Etliche Jahre verbrin­gen die beiden miteinander und erleben aufregende, schöne und  traurig, Monate und Jahre im Bergwerk. Das Buch schrieb Harald Freiholz zwar für Kinder, doch es ist auch für Erwachsene interessant. "Ich wollte meine Erlebnisse aufbewahren und dafür sorgen, dass auch Kinder und jugendliche noch etwas über den Bergbau lernen“ so Freiholz.

Nach zahlreichen Spenden von Privatpersonen und 1.500 Euro Zuschuss von der Arbeitsgemeinschaft für   kulturelle Bergmannsbetreuung konnte das Buch gedruckt werden. Harald Freiholz bedankte sich bei allen Spendern und würdigte auch das Engagement von Ursula Rhode‑Jüchtern.

 

 

"Max, die ideale Schullektüre"